Thailand befindet sich seit Jahren in einer Phase, in der neue Regeln entstehen, alte Regeln verschwinden und vieles in der Luft hängt. Besonders beim Thema Cannabis. In deutschen Medien liest man häufig, Thailand habe Cannabis wieder verboten. Wer jedoch vor Ort ist, erlebt eine völlig andere Realität. Genau das wurde uns bewusst, als wir in Kamala in Phuket unterwegs waren und spontan an einer Bar Halt machten.
Die Bar liegt direkt an der Hauptstraße mit Blick aufs Meer. Die Atmosphäre ist offen, luftig und entspannt. Wir wollten eigentlich nur kurz etwas trinken und uns ausruhen. Die freundliche Mitarbeiterin brachte uns die Getränkekarte und die Cannabisauswahl und wir entschieden uns, ein paar Gramm der Sorte Levitate ZUPA mit 24 % THC mitzunehmen, um sie später an einem ruhigen Ort zu genießen.
Wir fragten die Mitarbeiterin, ob sie uns etwas zur aktuellen Rechtslage in Thailand erzählen könne. Sie lächelte und meinte, der Chef sei gerade da und wir könnten direkt mit ihm sprechen. Kurz darauf setzte sich Dan zu uns. Er lebt seit zwanzig Jahren in Thailand, stammt ursprünglich aus Schweden und hat zuvor unter anderem auf Bali gelebt. Thailand ist jedoch der Ort, an dem er geblieben ist. Er betreibt mehrere Cannabisshops und Bars in Phuket darunter auch die Levitate Bar und ist tief in der Szene verwurzelt.
Und mit genau ihm haben wir über die thailändische Gesetzeslage gesprochen. Direkt, offen, ungeschminkt.
Cannabis Thailand 2025
Cannabisfreunde weltweit haben gestaunt, als Thailand 2022 den Konsum von Cannabis plötzlich erlaubt hat. Dispensaries schossen aus dem Boden, Kifferparadies am Strand? Fast. Doch jetzt ist Schluss mit lustig.
Seit 2025 sollte der freie Konsum wieder Geschichte sein, doch ist das wirklich so?
Wie alles begann; Tourismuskrise, politische Sprunghaftigkeit und eine Chance für Cannabis
Dan erzählt uns seine Geschichte mit einem Lächeln, das nach Sonne und Erfahrung schmeckt. Während der Covid-Zeit brach in Thailand der Tourismus weg. Lokale Shops, Familienbetriebe, kleine Bars, alles stand still.
Dan begann damit, uns in die Zeit während der Pandemie zurückzuführen und er erzählte uns seine Sicht der Dinge mit einem Lächeln, das nach Sonne und Erfahrung schmeckt.
Viele Einheimische haben damals ihre Geschäfte verloren. Keine Touristen bedeutete keine Einnahmen. Die Regierung rief erst aus, dass geimpfte Touristen zurückkommen dürften, aber kaum jemand kam. Danach kam ein neuer Versuch. Die Regierung erklärte, dass Cannabis verkauft werden dürfe. In der Hoffnung, dass es die Wirtschaft wiederbelebt.
Ab diesem Moment konnte plötzlich jeder anbauen und verkaufen. Ohne klare Strukturen, ohne Regularien. Die Türen standen weit offen. 2022 kehrte der Tourismus langsam zurück und traf auf einen Markt, der kaum kontrolliert, aber voller Möglichkeiten war.
Cannabisgesetze in Thailand - GACP, Lizenzen und Bürokratie
Nach der ersten Welle von Freiheit folgte das erste Korrektursignal. Die Regierung führte Lizenzen ein und verlangte, dass der Anbau offiziell nur mit GACP Zertifizierung erlaubt sei. GACP steht für Good Agricultural and Collection Practices. Das bedeutet, dass jeder, der Cannabis anbauen möchte, bestimmte Qualitätsstandards einhalten muss.
Offiziell gilt: Wer Cannabis anbauen will, braucht GACP (Good Agricultural and Collection Practices).
Zitat der thailändischen Regierung: „Für jeden Cannabisanbaubetrieb in Thailand ist eine GACP-Zertifizierung gesetzlich vorgeschrieben. Ohne diese ist der Cannabisanbau illegal.“
Klingt eindeutig. Ist es aber nicht.
Dan erklärt uns:
- Einheimische dürfen legal anbauen wenn sie eine GACP-Zertifizierung beantragt haben.
- Offizielle Händler erhalten andere Lizenzen.
- Manche Gesetze gelten, manche werden zurückgezogen, manche bleiben in der Luft hängen.
Dan beschreibt das ganze so:
“Thailand macht erst Gesetze, denkt später darüber nach und zieht sie dann wieder zurück.”
Cannabis und die thailändische Polizei - Kontrollieren die auch die Gesetze?
"Die Polizei kann theoretisch niemanden kontrollieren, wenn der Laden privat ist. Es fehlt die juristische Grundlage."
Zur Frage, ob Cannabis nun wieder illegal sei, sagte Dan sehr direkt, dass das "kompletter Bullshit" sei. Es gebe keine klaren gesetzlichen Grundlagen, die den Konsum verbieten. Und viele Medien in Europa würden schlicht falsch berichten.
Cannabis verboten 2025 in Thailand? Wirklich?
Was Touristen wissen müssen
Deutsche Medien behaupten gern, Cannabis sei wieder illegal.
Dan nennt das ohne Umwege:„Bullshit.“
Dabei hängt die Durchsetzung stark vom Ort ab:
In Bangkok werden diese Regeln besonders streng überwacht. Die Metropole hat die Ressourcen, Kontrollen durchzuführen, und die Behörden greifen dort deutlich konsequenter durch.
In touristischen Hotspots wie Phuket,Krabi, Chiang Mai oder den Inseln sieht es softer aus. Nicht völlig locker, aber viele Beamte wissen, dass der Cannabistourismus massive Einnahmen bringt. Die Verantwortlichen wollen Besucher nicht vergraulen, solange sich alle respektvoll verhalten.
Außerhalb von Bangkok fehlen den Behörden oft schlicht die Kapazitäten, jeden Konsum zu verfolgen. Trotzdem gilt:
Wenn durchgegriffen wird, dann gnadenlos. Es kann im schlimmsten Fall zu Haftstrafen kommen, besonders bei öffentlichem Konsum oder Provokation gegenüber Beamten.
Fakt ist:
Cannabis wird in Thailand nicht konsequent reguliert. Weder verboten noch völlig freigegeben.
Ist Cannabis in Thailand legal?
Was Touristen wirklich wissen müssen
- Kein Konsum in der Öffentlichkeit
Strafe bis zu 20.000 Baht
Das entspricht etwa 533,79 Euro
Kein Joint am Strand
Auch hier drohen hohe Strafen
Die Durchsetzung der Regeln hängt stark vom Ort ab.
Cannabis in Bangkok
Die Hauptstadt nimmt die Regeln sehr ernst und kontrolliert streng. Dort gibt es genügend Personal, um die Regeln umzusetzen.
Cannabis in touristischen Hotspots wie Phuket
Die Behörden sind deutlich entspannter. Viele Beamte wissen, wie wichtig der Cannabistourismus für die Wirtschaft ist. Zu strenge Kontrollen würden Besucher abschrecken.
Cannabis außerhalb von Bangkok
Hier fehlen oft die Ressourcen für regelmäßige Kontrollen. Das führt zu einer laxeren Praxis.
Trotzdem gilt:
Wenn die Behörden eingreifen, dann kompromisslos. Bei öffentlichem Konsum oder respektlosem Verhalten gegenüber Beamten kann es zu Geldstrafen und im Extremfall auch zu Haftstrafen kommen.
Cannabis in Thailand, zwischen Preisverfall und Regierungschaos
Seit der Legalisierung ist der Preis eines Kilogramms Cannabis von 500.000 Baht (~13.000 Euro) auf 50.000 Baht (1.300 Euro) gefallen.
In nur drei Jahren.
Die Regierung versuchte sogar, staatliches Cannabis anzubauen und an Shops zu verkaufen.
Dan lacht: „Niemand wollte das Gras der Regierung kaufen. Also rudern sie wieder zurück.“
Das beschreibt Thailands Cannabispolitik ziemlich gut: ein wildes Hin und Her.
Dan´s persönliche Cannabis Lieblingssorte
Ich fragte Dan zum Abschluss nach seinen aktuellen Favoriten.
Er grinste und nannte spontan: Neon OG, eine Sorte, die unter Kennern gerade durch Phuket funkelt wie eine Neonreklame in der Nacht.
Empfehlung für Reisende in Thailand Phuket
Wenn du in Phuket bist, besonders in Kamala dann solltest du bei Dan vorbeischauen.
Das Levitate bietet:
- Hochwertige Blüten
- Kreative Drinks & Cocktails
- Eine entspannte Atmosphäre
- Gute Musik
- Und einen Ausblick auf das Meer, der fast schon frech schön ist
Die Levitate Cannabar, ist ein Ort, an dem man die thailändische Cannabiswelt so spürt, wie sie wirklich ist: frei, unperfekt, warm und voller Geschichten.
Fazit
Das Gespräch mit Dan zeigte uns: Die thailändische Cannabislandschaft bleibt chaotisch, aber tolerant. Es gibt Regeln, doch sie werden regional unterschiedlich ausgelegt. Wer respektvoll und diskret konsumiert, hat in der Regel nichts zu befürchten.
Wer selbst erleben möchte, wie sich Thailands Cannabis-Szene wirklich anfühlt, sollte Dan in seiner Levitate Bar in Kamala besuchen. Neben einer großen Auswahl an Blüten erwarten dich coole Drinks, entspannte Vibes und ein atemberaubender Blick auf das Meer.
1 Kommentar
Cooler Beitrag 👍🏻